Google-Unternehmensprofil: was Ihre Kanzlei selbst steuert
Bei Suchen mit Ortsbezug greift Google auf Unternehmensprofile zurück – und solche Suchen sind für Kanzleien kein Randthema: Allein „Steuerberater in der Nähe“ wird in Deutschland rund 22.200-mal im Monat eingegeben. Nach welchen Kriterien die Profile geordnet werden, hat Google selbst beschrieben. Einen der drei Faktoren können Sie nicht beeinflussen. Die beiden anderen schon.
- 10 Jahre Online-Marketing-Praxis
- Wirtschaftsjurist (LL.M.)
- Google-Ads-zertifiziert
Wie oft Mandanten „in der Nähe“ suchen
Drei Suchanfragen genügen, um die Größenordnung zu zeigen. Die Werte sind Monatsmittel aus Google-Ads-Daten für Deutschland über die zwölf Monate bis August 2026, abgerufen über DataforSEO:
| Suchanfrage | Suchen / Monat |
|---|---|
| steuerberater in der nähe | 22.200 |
| rechtsanwalt in der nähe | 12.100 |
| anwalt in der nähe | 8.100 |
Hinzu kommen alle Suchen, in denen Mandanten den Ort ausschreiben, etwa „Steuerberater Münster“ oder „Anwalt Familienrecht Bremen“. Wer so sucht, will keine Erklärung, sondern eine Kanzlei – und das Profil kann das Erste sein, was er von Ihnen sieht, noch vor der Website.
Drei Faktoren – und einer davon liegt nicht in Ihrer Hand
Google nennt in seiner Hilfe drei Faktoren für lokale Ergebnisse (Google-Unternehmensprofil-Hilfe):
- Entfernung – wie weit der Suchende von der Kanzlei entfernt ist. Diesen Faktor bestimmt der Kanzleisitz, nicht das Profil. Er erklärt, warum die Kanzlei zwei Straßen weiter vor Ihnen stehen kann, ohne irgendetwas besser zu machen.
- Relevanz – wie gut ein Profil zu dem passt, was gesucht wird. Hier zählen vollständige, genaue Angaben: Kategorie, Leistungen, Beschreibung, Öffnungszeiten.
- Bekanntheit – wie bekannt eine Kanzlei ist. Als Beispiele führt Google Websites an, die auf das Unternehmen verweisen, und die Zahl der Rezensionen.
Was es nicht gibt, ist ein bezahlter Weg nach oben: Ein besseres lokales Ranking lasse sich nicht einfordern, schreibt Google, „auch nicht gegen Bezahlung“.
Fünf Felder, an denen die Relevanz hängt
Die Relevanz ist der Teil, den Sie in Ordnung bringen können. Den Maßstab setzen Googles Richtlinien für die Darstellung von Unternehmen:
- Name: so wie auf dem Kanzleischild. Verlangt ist der tatsächliche Name, wie er auch auf Schild, Briefbogen und Website steht. Werbezusätze, Ortsnamen oder Rechtsgebiete, die im echten Namen nicht vorkommen, gehören laut Richtlinien nicht in dieses Feld.
- Kategorie: so wenige wie möglich, so genau wie möglich. Google rät, das Kerngeschäft mit möglichst wenigen und möglichst spezifischen Kategorien zu beschreiben. Den Prüfsatz liefert Google gleich mit: „Diese Kanzlei ist …“ – nicht „Diese Kanzlei hat …“. Die Kategorien selbst sind vorgegeben; eigene Begriffe lassen sich dort nicht eintragen.
- Öffnungszeiten: vollständig, auch an Feiertagen. Vollständige Zeiten stehen in Googles Tipps ausdrücklich auf der Liste. Wer an Brückentagen schließt, sollte dies dringend als besondere Öffnungszeiten eintragen – damit niemand vor verschlossener Tür steht.
- Telefon: eine Nummer, die am Standort ankommt. Gefordert ist eine Nummer, unter der der jeweilige Standort erreichbar ist, möglichst eine örtliche – keine zentrale Hotline, keine Weiterleitungsnummer, verwaltet von der Kanzlei selbst.
- Website-Link: auf die Seite, die zur Suche passt. Wer „in der Nähe“ sucht, will Kanzlei, Schwerpunkte und Kontaktweg auf einen Blick. Der Link sollte auf eine Seite führen, die genau das zeigt – bei mehreren Standorten auf die Seite des jeweiligen Standorts.
Ihr Profil hat seit Jahren niemand mehr angefasst? Wo es im Profil und darüber hinaus hakt, zeigt die kostenlose Kurzdiagnose. Die fünf Felder gehen wir danach gern gemeinsam in einem 15-Minuten-Termin durch.
Kostenlose Kurzdiagnose anfordern
Kostenlos und unverbindlich · PDF binnen 48 h
Oder direkt: E-Mail schreiben · 15-Minuten-Termin wählen · +49 160 7427867
Mehrere Berufsträger: Wer bekommt ein eigenes Profil?
Für Kanzleien mit mehreren Berufsträgern enthalten Googles Richtlinien eine eigene Regel. Wer mit Mandanten direkt zu tun hat, kann ein persönliches Profil bekommen, das nur den eigenen Namen trägt. Arbeiten mehrere Berufsträger am selben Standort, soll die Kanzlei zusätzlich ein eigenes Profil für diesen Standort führen – getrennt von den persönlichen.
Ob persönliche Profile sinnvoll sind, ist eine Abwägung: Sie lohnen sich eher, wenn Mandanten gezielt nach einer bestimmten Person suchen. Das Kanzlei-Profil bleibt in jedem Fall das Fundament.
Mehrere Berufsträger, ein Standort – und unklar, welches Profil wofür steht? Diese Struktur lege ich mit Ihnen fest und richte die Berufsträger-Seiten Ihrer Website passend dazu aus. Mehr zur lokalen Sichtbarkeit für Anwälte und für Steuerberater.
Profil-Struktur in 15 Minuten klären
Kostenlos und unverbindlich · 15 Minuten per Video oder Telefon
Oder direkt: E-Mail schreiben · +49 160 7427867
Bekanntheit: Rezensionen und Verweise wachsen Mandat für Mandat
Der dritte Faktor benötigt einige Zeit. Rezensionen entstehen über Jahre, Verweise von anderen Websites ebenso – etwa aus Verzeichnissen, von Kooperationspartnern oder aus Berichten der Lokalpresse. Google empfiehlt außerdem, auf Rezensionen zu antworten und Fotos hinzuzufügen. Ein Bild vom Kanzleieingang hilft dem Mandanten, der zum ersten Mal kommt, dabei mehr als jedes Logo.
Wie Kanzleien beim Bitten um Bewertungen und beim Antworten vorgehen können, beschreibt der Ratgeber Google-Bewertungen aufbauen statt löschen. Wo Ihr Profil heute Lücken hat, gehört zu den Punkten, die die kostenlose Kurzdiagnose prüft.
Häufige Fragen zum Google-Unternehmensprofil
Kann sich eine Kanzlei im Kartenbereich nach oben kaufen?
Nein. Nach Googles eigener Aussage lässt sich ein besseres lokales Ranking nicht einfordern, auch nicht gegen Bezahlung (Google-Hilfe). Bezahlte Anzeigen sind ein eigener Kanal und als Anzeige gekennzeichnet; die Reihenfolge der Profile ergibt sich aus Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.
Gehört das Rechtsgebiet in den Namen des Profils?
Nur, wenn es Teil des tatsächlichen Kanzleinamens ist und so auch auf Schild, Briefbogen und Website steht. Ins Namensfeld gehört nach Googles Richtlinien der echte Name; Schwerpunkte finden ihren Platz in Kategorie, Leistungen und Beschreibung.
Braucht jeder Berufsträger einer Kanzlei ein eigenes Profil?
Nein. Googles Richtlinien erlauben persönliche Profile für Berufsträger mit direktem Mandantenkontakt, verlangen sie aber nicht. Arbeiten mehrere Berufsträger am selben Standort, soll die Kanzlei ein eigenes Standort-Profil führen, getrennt von den persönlichen Profilen.
Weiter im Ratgeber
Weiter im Ratgeber: Online-Terminbuchung für Kanzleien · KI-Suche und Kanzleien · Website-Relaunch der Kanzlei · Google-Bewertungen aufbauen statt löschen · alle Beiträge.
Eine Frage? Zwei Minuten reichen.
Telefon, E-Mail oder direkt einen 15-Minuten-Termin buchen – Sie sprechen immer sofort mit der Person, die Ihre Website baut.
Direkt 15 Minuten Termin wählen
Wunschtermin einfach per E-Mail an mail@marketingfuerkanzleien.de oder telefonisch abstimmen – mit aktiviertem JavaScript erscheint hier der Kalender mit allen freien Terminen.