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Google Search Console: vier Fragen an Ihre Suchdaten

Eine Website-Statistik beginnt mit dem Besuch. Die Google Search Console setzt einen Schritt früher an: Sie zeigt, bei welchen Suchen Ihre Kanzlei in den Ergebnissen stand und wie oft daraus ein Klick wurde. Von Google bereitgestellt, ist der Dienst kostenlos, und seit dem 31. August 2026 zählt er für alle Websites auch die Auftritte in KI-Übersichten und im KI-Modus. Für den Einstieg reichen vier Fragen.

Felix FischerAutor
Felix Fischer, Autor dieses Ratgebers – Wirtschaftsjurist und Performance-Marketer
  • 10 Jahre Online-Marketing-Praxis
  • Wirtschaftsjurist (LL.M.)
  • Google-Ads-zertifiziert

Vor den Fragen: eine Property, die der Kanzlei gehört

Die Search Console ordnet alle Daten einer sogenannten Property zu. Für eine Kanzlei passt die Domain-Property: Sie bündelt laut Google sämtliche Subdomains, Protokolle und Unterseiten, also etwa die Adresse mit und ohne „www“. Bestätigt wird sie über einen DNS-Eintrag bei Ihrem Hoster (Search-Console-Hilfe). Eine URL-Präfix-Property erfasst dagegen nur Adressen, die genau mit dem eingetragenen Anfang beginnen.

Legen Sie die Property mit einem Google-Konto der Kanzlei an und geben Sie Ihrer Agentur einen eigenen Zugang. Wechseln Sie später den Dienstleister, bleiben Daten und Verlauf bei Ihnen. Eine Voraussetzung dafür, in der Google Suche zu erscheinen, ist die Anmeldung übrigens nicht, schreibt Google selbst (Informationen zur Search Console). Sie misst, was ohnehin geschieht, und ändert daran nichts. Neue Zahlen erscheinen dort im Normalfall nach zwei bis drei Tagen.

Frage 1: Sucht man Ihren Namen oder Ihr Thema?

Im Leistungsbericht stehen die Suchanfragen, bei denen Ihre Website angezeigt wurde. Sie zerfallen in zwei Gruppen mit sehr unterschiedlicher Aussage. Wer Ihren Kanzleinamen in die Suche tippt, hat schon von Ihnen gehört: aus einer Empfehlung, von der Visitenkarte, aus einem früheren Mandat. Wer „Anwalt Familienrecht“ mit einer Stadt sucht oder einen Steuerberater für die eigene GmbH, kennt Sie noch nicht. Erst diese zweite Gruppe zeigt, ob Ihre Website neue Kontakte anbahnt oder vor allem bestätigt, was andere über Sie erzählt haben.

Seit März 2026 trennt die Search Console beides selbst: Der Filter „Suchanfragen mit und ohne Markenbezug“ steht allen geeigneten Websites offen. Google nennt die Grenzen gleich mit – bei wenigen Impressionen fehlt der Filter, und die Einteilung übernimmt ein KI-gestütztes System, das sich gelegentlich irrt (Google Search Central). Ist er bei Ihnen nicht zu sehen, filtern Sie die Suchanfragen von Hand nach dem Kanzleinamen und seinen gängigen Schreibweisen.

Frage 2: Für welche Anliegen erscheinen Sie – und wo bleibt der Klick aus?

Vier Kennzahlen tragen den Bericht (Search-Console-Hilfe):

  • Impressionen – wie oft Ihre Website in den Ergebnissen auftauchte,
  • Klicks – wie oft jemand von dort auf Ihre Seite kam,
  • Klickrate – der Anteil der Klicks an den Impressionen,
  • Position – im Durchschnitt der Rang Ihres jeweils besten Treffers.

Sortieren Sie die Suchanfragen nach Impressionen und lesen Sie die Liste von oben. Aufschlussreich sind Zeilen mit vielen Impressionen und kaum Klicks. Steht die Position weit hinten, ist die Seite für diese Suche vermutlich noch nicht stark genug. Steht sie vorn, lohnt ein Blick auf Seitentitel und Beschreibung, denn beide entscheiden mit, ob jemand klickt. Der Filter „Geräte“ trennt dabei Smartphone und Computer.

Rechnen Sie nicht damit, jede einzelne Suche zu sehen. Sehr seltene Anfragen und solche mit persönlichen oder vertraulichen Angaben nimmt Google möglicherweise nicht in die Liste auf (Search-Console-Hilfe). Bei Rechts- und Steuerfragen, die oft sehr persönlich formuliert werden, kann dieser Anteil spürbar sein.

Viele Impressionen, aber wenige Anfragen? Dann liegt die Lücke zwischen Suchergebnis und Kontakt. Wie ich diese Strecke Monat für Monat mit Herkunft und Warnsignal jeder Zahl ausweise, zeigt das Muster meines Beweis-Reports.

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Frage 3: Erscheinen Sie in KI-Übersichten?

Lange ließ sich das nur mit eigenen Stichproben beantworten. Seit dem 31. August 2026 zeigt die Search Console allen Websites weltweit einen eigenen Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen. Er zählt, wie oft Links zu Ihrer Website in Übersichten mit KI und im KI-Modus gezeigt wurden, aufgeschlüsselt nach Seite, Land, Gerät und Zeitraum (Search-Console-Hilfe).

Drei Eigenheiten sollten Sie kennen. Der Bericht kennt bisher nur Impressionen, keine Klicks. Tauchen zwei Seiten Ihrer Website in derselben Übersicht auf, wird das als eine Impression gezählt. Und bei zu wenigen Impressionen bleibt er leer. Verloren sind die Klicks aus diesen Funktionen trotzdem nicht: Google rechnet sie im gewöhnlichen Leistungsbericht beim Suchtyp „Web“ mit ein. Besondere Dateien oder ein eigenes Markup für KI-Funktionen verlangt Google nach eigener Aussage nicht (Google Search Central).

Welche Quellen KI-Übersichten bei typischen Kanzlei-Themen nennen, habe ich im Ratgeber KI-Suche und Kanzleien nachgezählt.

Frage 4: Was hat sich verändert – und warum?

Eine einzelne Zahl sagt wenig, erst der Verlauf erzählt etwas. Der Leistungsbericht reicht bis zu 16 Monate zurück; Google empfiehlt diesen Zeitraum selbst, um saisonale Muster zu erkennen (Google Search Central). Erst der Vergleich mit demselben Monat des Vorjahres trennt eine wiederkehrende Welle von einem echten Rückgang.

Seit November 2025 lassen sich Ereignisse direkt im Diagramm festhalten: per Rechtsklick als Anmerkung mit Datum und bis zu 120 Zeichen (Google Search Central). Notieren Sie dort, wann eine neue Seite online ging, ein Rechtsgebiet dazukam oder die Website umgebaut wurde. Jeder mit Zugang zur Property liest diese Notizen mit, deshalb gehören keine Namen von Mandanten oder Mitarbeitern hinein. Worauf es bei einem Umbau ankommt, steht im Ratgeber Website-Relaunch der Kanzlei.

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Häufige Fragen zur Google Search Console

Ist die Google Search Console kostenlos?

Ja. Google beschreibt die Search Console als kostenlosen Dienst. Sie brauchen ein Google-Konto und eine bestätigte Property. Für das Erscheinen in der Google Suche ist die Anmeldung keine Voraussetzung.

Lohnt sich die Search Console auch für eine kleine Kanzlei?

Ja, der Leistungsbericht arbeitet auch bei wenigen Besuchen. Einige Auswertungen setzen aber eine Mindestmenge voraus: Der Filter für Suchanfragen mit und ohne Markenbezug und der Bericht zu KI-Funktionen erscheinen erst, wenn genug Impressionen zusammenkommen.

Zeigt die Search Console, wer nach meiner Kanzlei gesucht hat?

Nein. Sie zeigt zusammengefasste Zahlen je Suchanfrage, Seite, Land und Gerät, aber keine Personen. Sehr seltene Anfragen und solche mit persönlichen oder vertraulichen Angaben nimmt Google möglicherweise gar nicht auf.

Was unterscheidet die Search Console von Google Analytics?

Die Search Console zeigt, was in der Google Suche vor dem Klick geschah: Impressionen, Klicks und Suchanfragen. Analytics misst, was danach auf der Website passiert, und braucht dafür ein Messskript auf den Seiten. Die Search Console kommt nach der einmaligen Bestätigung ohne ein solches Skript aus.

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Google Ads Search · Zertifikat

Zertifikat: Google Ads Search Certification für Felix Fischer, ausgestellt am 6. Dezember 2025, gültig bis 6. Dezember 2026, Zertifikats-ID 168590478

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